Mittwoch, 5. März 2014

Atmen nicht vergessen...

Ihr Lieben, bei uns ist in letzter Zeit so einiges passiert. Hoffnungen haben sich zerschlagen, einige Dinge sind ganz anders gelaufen wie geplant, Wünsche mussten zurückgestellt werden, einige haben sich aber auch erfüllt...


Mitte/Ende Februar hatte ich einen Arzttermin, der sehr an mir gerüttelt hat. Im Grunde genommen hat er mich bis ins Mark erschüttert. Den Arzt kenne ich schon sehr lange, was auch gut war, so habe ich mich wenigstens nicht absolut verloren gefühlt. Dieser Termin hat viele Tränen nach sich gezogen.
Wie das Leben aber so ist, haben auch "schlechte" Dinge einen Nutzen. Meine Uroma hat immer gesagt "Es gibt nichts schlechtes, was nicht zum Guten führt". Der Besuch führt noch einige andere nach sich, klärend und erfolgsversprechend. Dinge, über die ich mir vorher keine Gedanken gemacht habe, kamen und gingen, die Auseinandersetzung mit ihnen ist nicht leicht. 
Für mich vor allem Dingen deswegen, weil sie ausschließlich und hauptsächlich mich betreffen und ich nur seeeeeehr langsam etwas daran ändern kann - hoffentlich (obwohl ich es so gerne in halsbrecherischen Tempo tun würde...)
In diesen Zeiten bin ich immer sehr froh, dass ich meinen Mann, Familie und einige sehr gute Freunde habe. Menschen, denen man die Seele ausschütten kann, die zuhören, aber auch in die Kritik nehmen... so das wieder Zuversicht herrscht. 
Dem bloggen bin ich aus dem Weg gegangen, denn wenn ich blogge, dann über mich und das was mich bewegt. Damit hätte ich jedoch viele mir wichtige Menschen vor den Kopf gestoßen. 
Emotionen sind was verstricktes und zumindest hier sehr verwoben miteinander.

 

"Leben ist das, was passiert während du eifrig dabei bist Pläne zu schmieden"

So sieht es nunmal aus :)
Zur selben Zeit ungefähr hat mein Mann eine neue Arbeit aufgenommen. Dazu gekommen ist er über einen kurvigen Weg, von dem wir uns nicht vorstellen konnten, das er dahin führt, wo wir jetzt sind :) Eine Vollzeitstelle, die ihm gut gefällt :)
Ich muss zugeben, ich bin ein verwöhntes Kind. Ich hatte zwei Jahre lang einen Hausmann, somit kam ich abends aus der Arbeit, konnte mich aufs Sofa fläzen, die Beine hochlegen und das machen, was mir Spaß macht. An kurzen Tagen auch einfach raus in den Garten und fertig. 
Heute ist das anders. Wenn ich heimkomme ist erstmal Lageplanbesprechung. Was ist noch zu machen, wo muss geputzt werden, wann muss die Wäsche gemacht werden, wann kommst du morgen heim, wer kocht, wer macht was und wie... Umstrukturierung, neue Verteilung der einzelnen Dinge, das ist hier momentan Programm. 
Auch jetzt sitze ich hier auf dem Sofa und blogge, während ich darauf warten muss, dass der gewischte Boden trocknet, damit ich mich durch die Wohnung bewegen und den Rest des Haushalts machen kann. Heimgekommen bin ich heute vor knapp einer halben Stunde.Mein Mann kommt etwas später. 

Egal, wann wir heimkommen, eines haben wir uns versprochen. Das Wochenende gehört uns. Wir arbeiten darauf hin, das wir da so wenig wie möglich im Haushalt tun müssen (das war nämlich vor drei/vier Jahren unsere Samstagsaufgabe und hat zu mächtigen Konflikten zwischen uns geführt, wir waren beide nur mit putzen beschäftigt, da wir noch dazu ein unterschiedliches Verständnis von Ordnung haben - grundsätzlich - hat einer dem anderen hinterhergeputzt, Sonntags wurden dann klärende Gespräche geführt *gg*)

Das Eingewöhnen in die neue Situation ist auch so eine Aufgabe... sie macht mir Spaß, zerrt aber auch mächtig. 
Geht es euch auch so? Ich kann mich nicht hinsetzen wenn ich heimkomme, sonst bleibt der ganze Haushalt liegen. Also ziehe ich es durch und es k**** mich mächtig an, statt Lust gibts Frust. Haushalt zu machen und dabei daran zu denken, wie toll es doch jetzt wäre die Beine hochzulegen ist Mist. Die Beine hochzulegen und dabei zu sehen wie der Haushalt liegen bleibt genauso :)
Wie läuft das bei euch? Wie macht ihr das? Habt ihr ein paar Tips, bezüglich Effektivität und Spaß?

Das soll kein Frustpost werden, ich schmunzele und amüsiere mich selbst darüber - dem Himmel sei Dank. Ich suche Lösungen... 

Denn trotz allem möchte ich wieder ein bisschen Zeit für mich und meinen kreativen Kopf haben. 





Jetzt gilt es erstmal, Stufe für Stufe zu erklimmen. 
Mein Kopf schwirrt, er ist ein Bienenstock, ich komme dem ganzen gar nicht mehr hinterher. Das Gefühl den Dingen nicht hinterherzukommen ist wieder da. Dabei mache ich doch so vieles...
Als es mir schonmal so ging - vor langer Zeit - habe ich den Blog hier angelegt, um mir vor Augen zu führen, was ich alles schaffe und kann. Aktuell verwaist selbst er und ich habe kein Bild davon, was ich alles gemacht habe. Das Bild vor Augen brauche ich aber um mich selbst zu realisieren, versteht ihr was ich meine?
*grmpf* Wo das alles nun hernehmen? *grmpf*

Zeit für mich, weiterzumachen und mir nebenbei die Haare zu raufen ;)

Macht es gut ihr Lieben, der Haushalt ruft...

 

Kommentare:

  1. Hallo meine liebe Nanne ... lass dich erstmal in Arm nehmen und ganz fest drücken!!! Ich hab seit letzter Woche sehr viel an dich gedacht. Ich kann nur vermuten, was dich bis ins Mark erschüttert hat. Wenn es das ist, was ich meine, kann ich deine Tränen sehr gut verstehen. Aber so richtig nachfühlen kann dir wahrscheinlich nur, wer die gleiche Situation kennt.
    Du wirst mit der Zeit immer besser lernen damit umzugehen. Und es ist schön zu lesen, dass dir dein Mann und deine Familie Halt gibt. Solang vorallem ihr beide zusammen haltet und füreinander da seid, habt ihr schonmal das Wichtigste was es gibt - nämlich eine gute und glückliche Partnerschaft!!
    Was den Haushalt angeht, kann ich dich auch gut verstehen. Mir geht es oft ähnlich. Wobei er zu 97 % an mir hängen bleibt, weil ich "nur" Teilzeit arbeite. Ich bin zwar auch meistens diejenige, die den großen Spaziergang mit Bruno macht und letztendlich nicht viel eher heimkomme. Aber gut, so ist es nunmal.
    Und mich lockt auch die Couch mit Laptop oder der Anzuchtkeller oder der Garten. Meistens schau ich hier und im Forum kurz rein, mach dann bißl was im Haushalt, schau wieder rein und schreib bißl, und wieder Haushalt.
    Ob das ne gute Lösung ist, weiß ich nicht. Ich sollte eigentlich mehr im Haushalt tun, aber ich will nicht der Sklave meines Haushalts sein. Also lass ich auch mal fünfe grade sein.
    Zur Zeit hab ich aber oft das Gefühl, dass ich nur funktioniere und wünsch mir einen Tag, an dem ich mich um nichts kümmern muss und nur tun kann was ich will.
    Eure Idee mit dem haushaltfreien Samstag ist daher sehr gut! Ich versuche jetzt auch manchmal einen Tag einzulegen, wo ich nur mache was ich will oder wir wollen.
    Und versuche nicht perfekt zu sein ... es darf auch öfter was liegen bleiben und du dir was Gutes tun, wenn dir danach ist!
    Achja, wäre es denn denkbar, dass du nur noch in Teilzeit arbeitest, wenn dein GG jetzt einen Vollzeitjob hat? Es muss ja nicht gleich sein, aber wenn für ihn absehbar ist, dass der Job wirklich der Richtige ist. Nur mal so als Denkanstoß.
    Ich schick dir einen ganz lieben Gruß und viel Kraft und hoffe, dass du bald wieder die alte, lustige, lebensfrohe und tollpatschige Nanne bist :-)
    Lass dich nochmal drücken, deine Trixi

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    1. Hallo meine Liebe, im Postfach findest du eine PN. ;)
      Ob und wann ich kürzer trete, das werden wir erst noch abwarten müssen... Es wäre auf jeden Fall eine Idee...

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  2. als ich las das du arzttermine hattest und hast, sräubten sich mir zuerst die nackenhaare.ich weiss zwar auch nicht um was es geht, aber wie wichtig gesundheit ist und alles in normalen bahnen läuft, weiss man erst wenn man einen vor den "bug" bekommt.
    aber denke daran....ordnung schön und gut, aber das richtige mass muss man treffen, um genügend zeit für sich und seine lieben zu haben!
    ich gehöre auch eher zu den "aufopfernden" und habe erst mit 40 angefangen an mich zu denken!
    drücke dich.......alles wird gut!

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  3. Liebe Nanne,
    lass Dich von mir herzlich drücken. Ich wünsche Dir viel Kraft, egal was auch immer das Schicksal für Dich ausgesucht hat.
    Das Leben ist ein ständiges Auf und Ab. LG Ingrid

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  4. Liebe Nanne, ich wünsche Dir ebenfalls viel Kraft, gute Nerven und alles, alles Gute und hoffe, dass Du diese schwere Zeit gut überstehst !

    lg kathrin

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  5. leider kenne ich dich nicht und kann dir nicht raten,was zu tun ist, aber ich habe das gefühl, dir rutscht der sichere boden davon. das muss unendlich hart sein.
    ich habe schon schwere zeiten durchgemacht und kann dir etwas aus den erfahrungen dazu raten.

    sei du selbst, versuche nicht mehr einem ideal hinterherzuhecheln, du erreichst es eh nicht.

    besinne dich auf deine stärken, und lebe sie und sei es nur für eine viertelstunde am tag.

    ich selbst habe putzen und co sehr in die ecke gestellt,
    meine fenster könne warten, der staub wird mal kurz weggesaugt,
    nach dem duschen wird sofort alles aufgewischt, so dass ich nie das gefühl habe..ich muss ich muss.

    ich entdeckte, dass ich in schlaflosen nächsten wunderbar meine wäsche regeln konnte..waschmaschine trockner..bügeln..dann eine tasse kaffee..wieder ins bett

    und wenn dann der alltag mich rief..so war ich schon befreit von diesen aufgaben.
    ich vereinfachte alles..
    und lebe mit unzulänglichkeiten..

    staune wie wunderbar es ist, nicht die üblichen pflichten zu leben..
    garten und co werden immer schöner..weil naturnäher..
    mir ist völlig egal,was andere darüber denken,
    ich liebe meine webstühle, da lebe ich meine ideen.
    .und drum herum wird ordnung gehalten,
    aber die vielen zimmer in unserem haus( alter Bauernhof) die nun leerstehen..ich lasse sie so wie sie sind..
    alle vierteljahr wird feucht gewischt..und gestaubsaugt..
    ich kann vieles innerlich abschließen und so freue ich mich auf kreativität mit farben strukturen die durch eigene gesponnene garne entstehen.

    und das wichtigste..es muss gar nichts.
    morgen ist auch noch ein tag.
    wenn ich heute lieber die sonne genieße gehe ich raus.. wandere schaue...lese im gartenstuhl
    ich mache im haushalt,was mir spaß macht, nicht was ich muss..

    so käse ich im moment lieber, dafür wird dann mit vergnügen der keller aufgeklart oder der hausarbeitsraum, dafür werden andere flächen eben nicht poliert..

    dann kommen meine kräuter dran..alles was ich liebe!

    ich sehe einfach immer nur die nächste stufe..egal wie hoch der berg ist..pausiere immer wieder,halte an..schaue mich um..das lernte ich nach asthmaschulung und krankheiten meines mannes..die nächste minute zählt mehr nicht..

    ich wünsche dir diese kraft zu entdecken..sie ist in dir.

    .liebe herzliche grüße wiebke

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    1. ja, liebe nanne, wiebke sagt es so schön..., zuerst zählt jetzt was dir gut tun, was du liebst, und ich glaube nicht, dass es das putzen ist..., da wünsche ich dir eine gute portion gelassenheit!!! lieben gruß ghislana

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