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Freitag, 11. September 2015

Und dann kam sie...

... mit wahnsinnigen Folgen für unsere Gartenbaustelle im Gepäck.

...eigentlich... ja, eigentlich wollten Herr HildeWeit und ich letztes Wochenende nur das neue Beet ausstechen. Zwar größer wie das Alte, aber auch wieder nicht sooo groß. 
Herr HildeWeit hat sich mit dem Hausbesitzer darauf geeinigt, um einen Apfelbaum herum zu stechen und am zweiten die Endlinie zu setzen.


Mit der geliehenen Hacke machte er sich an die Arbeit, während ich mit dem Spaten Rasensonden ausgestochen habe, die an anderen Ecken im Garten gebraucht wurden.
Ja, es war ein arbeitsreicher Samstag, sechs Stunden standen wir dort, haben den Boden weiter ausgestochen und uns darum bemüht den Apfelbäumen so wenig wie möglich anzutun. 
Da es alte Sorten sind wollen wir vermeiden dass auch nur einer von ihnen fallen muss, darum sind sie mit ihm Beet, sonst wären sie im Weg.

Schon während dieser Arbeit ging die Diskussion zwischen uns hin und her, dass dieses Beet dreimal so groß ist, wie das, welches wir bisher bearbeitet haben. Ob wir das im nächsten Jahr noch schaffen, wenn wir beide Vollzeit weg sind. Herr HildeWeit dachte logisch, obwohl ich mich in Gedanken in einem größeren Beet sah, musste ich ihm mit seinen Argumenten Recht geben. 

Bis... ja, bis wir mitten in der Diskussion ein Rascheln hörten. 
Fatal für uns.
Fatal für ihn.
Fatal für mich. 

Denn dann kam sie hervorgekrochen, aus der Ecke am Rand des Beetes, die Ecke des Flieders, die entfernt werden sollte. 


Tadaaa... schon waren wir in der heftigsten Diskussion überhaupt um dieses Beet. 
Ich schlug mir entsetzt an den Kopf, schließlich hatte ich das Totholz in dieser Ecke abgetragen, in der Überzeugung, dass es den Igel in unserem Garten eh nicht mehr gibt. 
Herr HildeWeit stand still und sah sich das Dilemma an.
Ja, er ahnte es schon. 
Er kennt mich. 
Und ich kenne ihn. 

Die Lunte ist mit ihrem Auftauchen gezündet gewesen.
"Das geht so nicht, wir können die Ecke so nicht lassen, der Bau wird sonst abgerissen."
"Wir haben gesagt die Grenze ist der Baum. Alles andere wird viel zu groß, dem kommen wir nicht nach."
"Ach quatsch viel zu groß, dem kommen wir nach. Ich bin gleich wieder da, muss nur mit unserem Hausbesitzer sprechen."

Schwupps stürzte ich los.
Für mich war die Sache mit dem Erscheinen entschieden.
Herr HildeWeit stand da, die Hacke in der Hand, verdrehte mit einem "Du spinnst vollkommen" die Augen, schüttelte den Kopf und sah mir nach. 
Kaum das er den Kopf ausgeschüttelt hatte, stand ich wieder da. 

Also los, wir dürfen weiter Ausstechen, mach weiter, bis zum Flieder. Der Flieder noch auf unserer Seite.
Was passiert dann mit dem Gstrüpp? Das nimmt doch allen Pflanzen das Licht weg! Ich kann nicht mehr, mir geht das auf den Kreislauf, langsam reichts.
Recht hat er ja, der Gute, er hat lang genug geschufftet teilweise Kopfüber, was richtig auf den Kreislauf geht, aber das ich es ihm gebe, das muss er nicht wissen.
Das... mache... ich... dann... selber.... weg... soweit es geht. OHNE den Bau zu erwischen. Ich weiß wo ich lang soll. Los jetzt, mach weiter!
Du spinnst doch, ich mach es, aber DU bist es die im nächsten Jahr dauerhaft im Garten sitzt, DU kommst hier gar nicht mehr raus weil DU dem nicht nachkommst. Ich werde DICH dran erinnern wenn DU DICH auch nur einmal darüber beschwerst. Beim kleinsten bisschen. Nicht ein Zentimeter wird wieder aufgelöst!
Ich werde damit klarkommen, keine Sorge, stech jetzt weiter aus. Du wirst nicht ein Jammern von mir hören. 
Das will ich erleben.
Das ist doch alles Scheiße, das ist nur Sand, darauf wächst dir nix!
Dann wird es eben so lange bearbeitet, bis darauf was wächst!
Ich werde hier in den Garten nicht mehr viel investieren!
Es ist auch mit geringen Mitteln zu schaffen. Ich zerlege das Rundbeet hier und nehme mir die Erde!
Was soll das für eine Erde sein?
Komposterde mit Asche gemischt. Das weiß ich, weil ich das Beet mit angelegt habe!
Herr im Himmel, du spinnst doch!
Na und?!?    

Irgendwann konnte er wirklich nicht mehr, hat die Hacke stehen lassen und mir mitgeteilt, dass er nach oben geht. 
Er hat keine Lust mehr auf so ein spinnertes Gedöns!
Ich habe weiter gemacht. 
Abgesehen von meinem Mann befinden mich nun auch die Nachbarn für vollkommen durchgeknallt. Vom Igel, wegen dem ich das gemacht habe, hab ich nix erzählt, aus Bedenken, dass er tatsächlich entfernt werden soll oder als Vorführobjekt für Kinder giilt. Der Igel hat noch ein kleines Geheimnis, das um alles in der Welt gehütet wird. 
Der Igel hat sich den Beginn der Diskussion angeschaut, uns für blöd befunden und ist abgezogen auf Futtersuche.
Tja, nun sieht es so aus:






Zwei Apfelbäume statt einem im Beet. 
Das Beet fünfmal so groß wie das Alte.
Der Kompostplatz wieder versetzt.
Ein Wasserwerfer mittendrin.
Das wichtigste aber: Der Flieder ist mit drin. 
Hinter dem Flieder der Bau. 

Das Beet davor, wo der Mangold wächst, ist unser derzeitiges Beet welches (nach nur einem Jahr) aufgelöst wird.   


Macht es gut ihr Lieben, 
die Story geht noch weiter, 

Nanne ;)

Samstag, 8. August 2015

Oh oh... Storch im Sturzflug... *In Heaven No.177*

... heute hab ich Zeit. 
Einen kleinen Moment.
 Zeit für Katjas In heaven Aktion
mittlerweile schon No.177 *wow*

Ich bringe diesmal die Dorfstörche mit.
Sie nisten auf dem Dach unseres alten Rathauses, in welchem heute die Bücherei ist.


Dieses Jahr mit zwei Jungstörchen im Nest.





Diese beiden machten ihre Übungsflüge regelmäßig zum Pfarrhaus hinüber, 
welches sich gegenüber unseres Feierabendbalkons befindet.
So konnten wir sie jeden Abend beobachten :)

Das sind nun auch die Bilder, die ich für In heaven ausgewählt habe.
Die Jungstörche hatten einen tollen Hintergrund, der Abendhimmel, der sich stets veränderte.
Es wurde für uns zum Ritual. 






Entspannung pur. 
Seht ihr wo Vater Storch auf seine Jungen aufpasst?
Er ist derjenige, der auf der auf dem Kreuz der Kirchturmspitze sitzt.

Warum der Post mit Oh oh beginnt?
Nun, eines Abends kam Vater Storch seinen Jungen nicht mehr hinterher. 
Die Jungen zogen ihre Runden über unser Haus auf das Pfarrhaus zu, 
Vater Storch kam im Sturzflug aus der anderen Richtung. 
Leider direkt auf Herrn HildeWeit am Feierabendbalkon zu.
Der saß mir gegenüber, 
starrt hinter mich, 
wird kreidebleich
um nur noch 
Oh OOOOHHHH 
zu sagen. 

Genau in dem Moment sah auch ich es. Der linke Flügel von Vater Storch. 
Einen halben Meter über unseren Köpfen.
Im Sturzflug kam er auf uns zu um im letzten Moment vor der Zwischenwand der Balkone abzudrehen und auf den Kirchturm zu fliegen.

Was soll ich sagen?
Ich bin nicht mehr geworden über Herrn HildeWeits Gesicht.
:)

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Danke für eure Lieben Kommentare zu den letzten Posts.
Sie haben mich sehr gefreut. 
Ich fühle mich mit diesem Urlaub als würde ich auf ein Abenteuer gehen *gg*

Zu den Äpfeln auf den Bildern aus dem vorletzten Post:
Es sind unsere aus dem Garten.
Ich raufe mir mittlerweile schon die Haare deswegen. 
Es ist eine Tagesportion.
Aus dieser Tagesportion gehen sieben Liter Apfelsaft heraus.
Apfelmus ist auch gemacht.
Apfelchips ebenfalls.
Für das nächste Apfelprojekt brauche ich Frischhefe und einen Steintopf.
Beides ist bereits hier. 

So viele Äpfel können wir gar nicht essen wie fallen.
Schade drum. 
Der Garten ist nicht meiner, sonst würde ich die Bäume zum sammeln freigeben.
Die Nachbarin von unten, die gemeinsam mit mir die Äpfel aufgearbeitet hat zieht um, hat keine Zeit dafür.
Den künftigen Vermieter und seine Familie interessieren die Äpfel nicht.
Meine Eltern sind 50 km weiter gezogen und die Nachbarn ersticken ebenfalls wie wir in Äpfeln.
Egal, morgen bekommen zumindest meine Eltern Wäschekörbeweise Äpfel. 

Ihr Lieben, wenn ihr Apfelrezepte habt, dann immer her damit. 
Am liebsten hätte ich irgenwas zum einwecken oder ähnliches.
Der Backofen ist bei 37 Grad Außentemperatur ein Streitpunkt :p 

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Macht es gut ihr Lieben,
Nanne ;)











Sonntag, 8. März 2015

Schwarzes Gold? Aber sicher!!!

Zuallererst einmal ganz vielen lieben Dank für eure Kommentare zum letzten Post. Ich habe mich sehr darüber gefreut, auch mal über andere "Gartenzäune" zu blicken, also zu lesen, wie es bei euch so verläuft. Es ist doch immer wieder interessant, wie unterschiedlich sich das gestaltet :)

Ein herzliches Willkommen auch an die neuen Leser, schön dass ihr hierher gefunden habt :) 

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Dem Wetter sei Dank war es gestern soweit... schon unter der Woche reifte der Plan: Samstag wird der Garten auf die Saison vorbereitet. 

Die Anbauplanung steht bereits seit einiger Zeit. 
Was also vorbereiten? 

Nun ja, wir sind spät dran dieses Jahr, eigentlich wäre es im Herbst fällig gewesen, aber da hatten wir, egal wie wir uns gedreht und gewendet hatten, keine Zeit.

Wir sind hier in der Gegend gesegnet mit reichlich Sandboden, fabelhafte Vorraussetzungen für ein Gemüsebeet ;)
Was also tun? Es bleibt nix anderes, als diesen "Sandkasten" (ja, das ist er tatsächlich) ordentlich aufzuarbeiten. Im letzten Jahr, beim Erschließen des Beetes kamen erstmal ordentliche Portionen Gartenerde - gekauft im Baumarkt - mit drunter. Dieses Jahr ist auch der Kompost durchgereift. Der will und muss genutzt werden. Zumal es den Kompost dank Kaninchenmist und Gras bald gesprengt hätte :) 

Herr HildeWeit musste ganz schön ran... in Sachen Schubkarre schieben. Denn den Spaß, Kompost zu stechen lasse ich mir nicht nehmen. Ich wühle sogar mit blanken Händen darin :)

Ein drittel Kompostmaterial ist hier in das Beet gewandert.




Der Rest in meine Kuften (für Nicht-Franken: Mörtelwannen) die ich zum Bepflanzen nutze. Die Feststellung des Tages? Fünf Kuften können verdammt riesig sein und eine Menge an Kompost schlucken, selbst wenn man es im Verhältnis 1:2 mischt... 

Der Kompost ist fast bis zur Hälfte abgestochen, auch für ein Kürbisbeet und trotzdem sind noch nicht alle Kuften fertig. Zwei stehen noch im Gwäxhaus und eine Mitten im Garten. Auch die wollen befüllt werden. Allerdings... das machen wir ein andernmal, mein Rücken ist dem Pensum nämlich nicht so hinterhergekommen wie ich es gern gehabt hätte. 

Anfangs hörte sich das Wort "Kompost" für mich richtig "Bäääääh" an. Kannte ich ihn doch nur als Misthaufen in dem sich alles einfindet. Ich komme vom Land. Vom richtigen Land. Da wo alles aufeinander geworfen wird. Dort wurde/wird auch heute noch mit den Überresten des Plumpsklos gedüngt. Oder eben mit dem Misthaufenkompost. Alles nicht so appetitlich wie ich finde. 
Herzlich lachen musste ich, als Herr HildeWeit mir von seiner ehemaligen Nachbarin erzählte die ihren nächtlichen Eimer in der Früh auf das Salatbeet kippte und nachmittags anfragte, ob sie Salat haben möchten... kenne ich...

Richtigen Kompost musste ich erstmal zu schätzen lernen. Schätzen lernen als?

 "Umsatzstelle für Produktionsabfälle"
Tja, was haben wir auf dem Kompost... wie oben schon erwähnt, jede Menge Kaninchenmist und Rasenschnitt. Eigenproduktion sozusagen. Bei vier Löffelohren und dem Grundstück auch kein Wunder. Das ist der größte Teil des "Mists" der sich dort einfindet.

"Zweigstelle für Produktionsabfälle"
Kartoffelschalen, Zwiebelschalen, Lauch, Kaffeefilter, Teefilter, ab und zu, aber eher selten, auch Eierschalen.Viele Obst-/Gemüsereste haben wir nicht, das meiste verputzen die Löffelohren. (Was nebenbei bemerkt, auch in Sachen "Lebensmittel verwerten bis zum letzten Rest" ein gutes Gefühl gibt). Es kommt eben das unverwertet drauf was sie nicht fressen können, das andere hat die erste Kompostierung schon durchlaufen bis es soweit ist ;)

"Wohn- und Arbeitsstätte"
Wer wohnt bei uns im Kompost? Die üblichen Verdächtigen... Regenwürmer, Engerlinge, Spinnen, Kellerasseln, Käfer... ich schwöre, beim auseinandernehmen geht es dort wilder zu wie am Rummel...

"Nahrungsquelle"
All die Insekten geben für andere Gartenbewohner einen reich gedeckten Tisch ab. Bei uns wohnt so einiges... der bzw. mittlerweile die Gartenigel. Amsel, Spatzen, Stare... und nicht zu vergessen unsere Eichhörnchen. Ja, auch sie fressen Insekten. Wenn nicht das, dann vergraben sie dort bei Gelegenheit immer mal wieder Nüsse... Feinschmecker eben ;)

"Umsatzquelle"
Ich finde es genial, aus dem eigenen Müll etwas neues werden zu lassen. Nein, es ist nicht zuviel Arbeit, all das was auf den Kompost kann auszusortieren, wenn ich weiß, dass auch der Salat, der im nächsten Jahr auf meinem Tisch steht oder der Kohl, die Tomaten etc.pp. darauf gewachsen ist bzw. damit gedüngt ist. Dann, ja dann macht das Ganze sogar wieder Spaß. 

"Bildungsort"
Warum das jetzt? Tja, weil ich meine Bildungslücken damit schließen kann. Manchmal ist das Treiben dort wirklich besser wie Fernsehen. Wahnsinn, was auf/aus ein bisschen Abfällen alles geschehen/werden kann. 

Wir trennen hier tatsächlich nach sechs Systemen. Ohne dass es stört. Es hat sich mit der Zeit so ergeben.
Gelber Sack, Papier, Glas- und Dosenabfälle, Restmüll, Biomüll und Kompost.
Während ich das Schreibe fällt mir grad nebenbei auf, dass wir selbst bei den Resten unserer Löffelohren darauf achten, wohin das kann. Sind mehr Kohlreste dabei? Ok, dann Biomüll. Streu macht sich schließlich auch als Sammelstelle für Feuchtigkeit gut. Nur Streu und weitere Gemüseabfälle? Ok, Kompost wir kommen. Die Komposttonne (ja, es ist ein großer Kübel) steht dazu auf dem Balkon...

Mit dem Garten haben wir den Kompost richtig schätzen gelernt. Ohne möchte ich nicht mehr sein. Das war mir früher gar nicht so bewusst... unsere "Schatztruhe" Marke Eigenbau steht versteckt neben dem Gwäxhaus. Wenn wir so keinen hätten, ich würde mir eine "Schwarzgold-Beschaffungsmaßnahme", also Wurmkomposter (wie dieser HIER) für den Balkon bauen. Ich bin begeistert... die Erfahrung der letzten Jahre hat es uns gezeigt... es bringt ordentlich was ein unser schwarzes Gold. 

Wie ist das bei euch? Kompostiert ihr? Wie setzt ihr es um? 
Habt ihr schon aufbereitet? Oder seid ihr gar schon mitten drin im Aussäen?

Macht es gut ihr Lieben ;)

Nanne

Samstag, 13. September 2014

Ein Apfel am Tag... reicht nicht!

Habe ich mich das letzte Mal beschwert, dass ich zu wenig Ernte?

Falsch... ganz falsch, denn hier ist die Hölle los! Zumindest was Äpfel angeht *gg*

Wie ging nochmal der Spruch?
One apple a day keeps the doctor away?

Tja, werter Herr Doktor, wenn es nach der Erntemenge dieses Jahres geht, werden wir uns auch die nächsten fünf nicht mehr sehen :)



Wir haben insgesamt fünf Bäume im Garten, los geht es im August mit den Kornäpfeln (oder auch Klaräpfeln wie sie anderswo genannt werden).
 
Anschließend folgt Monat für Monat ein Baum. 
Die letzten beiden im Oktober/November.  
 
 

Dieses Jahr allerdings kreuzen sich September/Oktober und Oktober/November Baum.
Letzterer wirft wie jeder andere Baum auch, die überflüssigen Äpfel ab.
Noch sind sie zwar nicht ganz reif, eignen sich aber trotzdem für bestimmte Gerichte.

Wir ersticken dementsprechend in Äpfeln. 
Ein Drei-Parteien-Haus, das mittlerweile genug von Äpfeln hat ;)

Herumliegen und faulen lassen kann ich sie allerdings auch nicht so einfach.
Ich sammle sie lieber auf.


Innerhalb der Apfelernte bringe ich jedesmal neue Mitbewohner mit. 
Heute waren es Kellerasseln, Ohrenzwicker und eine Nacktschnecke, 
wer von euch wettet mit mir, dass ihnen spätestens morgen schon die Fruchtfliegen folgen? *gg*

Kommt es nur mir so vor oder haben sie sich bei euch auch so wunderprächtig vermehrt?
Auf diese Bewohner können wir liebend gern verzichten, 
darum muss das Obst und Gemüse hier oben "auswandern".

Nein, ich bringe es nicht wieder runter, nachdem ich es hochgetragen habe. 
Bei uns steht Obst und Gemüse auf dem Balkon. 
Wenn es schon nicht in der Wohnung sein kann, dann will ich es schön angerichtet im Blick haben.


Birnen und Zwetschgen kamen mal wieder durch den nachbarschaftlichen Tausch über den Gartenzaun. 

Ganz ehrlich? 
Zum Apfelmus kochen bin ich bisher nicht gekommen, 
mir sind die Gläser ausgegangen, bevor ich anfangen konnte. 
Marmelade sag ich nur *gg*

Verarbeitet werden sie anderweitig.
Allen voran die Äpfel, welche beim Fall vom Baum etwas abbekommen haben. 


Hups, wer hat denn da genascht?
Das wird doch wohl nicht die Bäckerin persönlich gewesen sein?
Altbayrischer Apfelkuchen ist es heute geworden. 

Bratapfel und Bratapfelmarmelade kommen erst später. 
Ich mag noch nicht wahrhaben, dass der Herbst Einzug hält. 

Was macht ihr gern aus Äpfeln?
Habt ihr Lieblingsrezepte?
Mögt ihr sie vielleicht mit mir teilen?


Ein ganz besonderes "Allmächd, servus!" möcht ich dir liebe Sigrun ins Erzgebirch schiggn.
Schee desd dich hier als Leserin eidragn un a glei an Kommendar do glassn hosd.
Ich hob mich scheggert glacht, wo ich dei Zailn glesn hob,
woast du einglich, des mir so einigs gmeinsam ham?
Da wo du nazoagn bisd, do machn mir immer Urlaub,
und die Herkunft des Wortes meine Liebe...
... ja, genau nebenan in einem der ersten Orte mit ERH wohne ich :)

(für Nicht-Franken: )
("...Ein ganz besonderes "Allmächd, servus!" möchte ich dir liebe Sigrun ins Erzgebirge schicken.
Schön das du dich hier als Leserin eingetragen und gleich einen Kommentar da gelassen hast. 
Ich bin nicht mehr geworden vor Lachen, als ich deine Zeilen gelesen habe, 
weißt du eigentlich, das wir so einiges gemeinsam haben?
Da wo du hingezogen bist, da machen wir immer Urlaub..." )

Macht es gut ihr Lieben ;)
Nanne





Sonntag, 7. September 2014

Tomatenjahre

Neulich im Garten, als ich mitten im Beet saß, bekam ich eine Unterhaltung unseres Vermieters mit seinen direkten Nachbarn mit. Diese beklagten sich darüber, dass sie dieses Jahr so viel Ertrag an Tomaten haben.

Ich hingegen kann aktuell vom großen Ertrag bloß Träumen.
Was letztes Jahr prima lief,
kostet mich in diesem gewaltig Nerven. 


Ich bin im zweiten Anbaujahr...
Meine Tomatenernte läuft nicht. 
So ganz und gar nicht. 
52 Pflanzen hatte ich in diesem Jahr zum auspflanzen. 
Die verschiedensten Sorten. 
Alle ab Mitte/Ende März angezogen.
Das Bild oben zeigt meine bisherige Ernte, wobei die gelben nicht mir gehören. 
Die darf ich für die Urlaubspflege der Pflanzen bei den Nachbarn ernten :)
Rot und Rosa gehören zu mir.


Sowie diese eine blaue, oben ebenfalls auf dem Teller zu sehen. 

Von 52 Pflanzen blieb mir nicht einmal die Hälfte, 
die Planung lief nicht so wie sie sollte, viele Opfer galt es zu beklagen. 

Ich experimentiere gerne und so habe ich dieses Jahr neben mehreren Fleisch- Cocktail- und Normaltomaten auch Balkontomaten in verschiedenen Sorten angepflanzt. 
Mein Glück, zumindest eine kleine Ernte ist mir möglich :)

Mit Normalen Tomaten, ausgefallenen Sorten und weiteren Cocktailtomaten habe ich abgeschlossen in diesem Jahr. 

Beim verkosten kristallisieren sich ganz eindeutige Favoriten heraus.
Die Gartenperle.
Rot.
Rosa.




Könnt ihr euch vorstellen, dass sich in diesen zwei Ampeln je drei Geranien und eine Tomatenpflanze den Platz teilen?
Die Perle wird im nächsten Jahr auf jeden Fall in der aktuell bestehenden Kombination wiederkommen. Balkongärtnern und anderen, die auf wenig Platz viel Ertrag haben möchten, kann ich sie nur an Herz legen. 
Eine Tomate soll leicht süß und trotzdem nach Tomate schmecken. 
Diese bekommt das hin, egal ob in rot oder rosa :)

Hier in der Nachbarschaft bin ich für mein Tomaten (Menge, Arten, Ertrag) berühmt berüchtigt. 
Auch wenn es mir dieses Jahr nicht gelungen ist großen Ertrag einzufahren,
für Furore habe ich mit der Geranien-Tomaten-Kombination trotzdem gesorgt.
"Allmächd, Tomaten und Geranien in einem Topf, wie soll das gut gehen?"
Verrückte Kombination, die funktioniert ;)
Es sind sogar schon einige "Bestellungen" für Jungpflänzchen der Perle eingegangen. *gg*

Herr HildeWeit durfte die Gartenperle gestern abend verkosten,
zumindest ein bisschen vom Ertrag sollte trotz Mundraub vom Garten nach oben für ihn übrigbleiben,
da wieder ein paar rote abgeerntet wurden. 

Die Gartenperle verdient allerdings ihren Aufritt, 
begleitet von Basilikum und Mozarella. 


Aus diesem Tomatenjahr habe ich gelernt.
Im nächsten werden weniger Pflanzen angezogen. 
Dafür wesentlich früher und in verrückten Kombinationen in Kübeln bzw. Ampeln gehalten :)
 
Macht es gut ihr Lieben ;)
Nanne


Samstag, 6. September 2014

Schwerpunktverlagerung :)

Obwohl wir hier im Garten schalten und walten können wie wir wollen, haben wir für die nächsten Jahre ein bestimmtes Vorhaben: Aus einem Mietgarten (sprich diesem hier) möglichst viel Ertrag mit "geringen" Mitteln herauszuholen. So viel Selbstversorgung wie nur möglich, saisonal ernten, ohne langfristige Projekte.



 Die Dinge entwickeln sich immer anders als man denkt, das haben wir Anfang des Jahres am eigenen Leib erfahren dürfen. 
(Es tut mir leid, dass ich einigen von Euch auf die lieben Mails nicht geantwortet habe, ich hatte nicht die Kraft dazu)
Im Nachhinein, jetzt wo ich zurückblicke, kann ich sagen, das ist gut so. Irgendwo steckten ungeahnte Kräfte, neue Möglichkeiten tun sich auf, das Bild, welches wir von uns und unserem Leben hatten, hat sich verändert...
... aber ich schweife ab. Zurück zum Thema...
:)

Wie wir auf das Selbstversorger-Thema gekommen sind?
Nein, nicht weil es Trend ist. 
Grund hierfür ist ein Allergietest meines Mannes, der zugrunde legt, dass er auf fast alles allergisch reagiert. 
Laut diesem Test und leidvoller eigener Erfahrung, ist Obst für ihn tabu.
Egal welches...

Weiter geht es mit Korn. 
Ich liebe Kornbrötchen in allen möglichen Variationen. 
Herr HildeWeit verträgt ausschließlich Weizenmehl.
Alles weitere im regulären Handel erhaltbare Mehl ist ebenfalls Inbegriff des Tabuthemas.
Die Alternativen schmecken nicht umbedingt...
Auf Dauer möchte ich nicht getrennt kochen/kaufen müssen. 

Was tun?
Umstellen!
Ausbauen!
Kreativ!
Erweitern!
Alles!
Günstig!

 

Gekocht und gegessen wird nur noch saisonal, eingekauft noch intensiver regional.
Anfangs war es nicht leicht, das gebe ich zu. 
Vieles, was ich sonst einfach mal nebenbei im Handel gekauft habe, wird nun selbst gemacht. 
Ich hatte bereits davon geschrieben, das mir das selber Machen großen Spaß macht, dass es allerdings mal eine so große Bedeutung einnimmt, hätte ich nicht gedacht.

Wir hatten diesen Mai eine Situation, wo mir die Bedeutung des Einfachen sehr bewusst geworden ist. 
Herr HildeWeit suchte nach einer Marmelade. 
Einer, die er essen konnte. 
Einer Selbstgemachten.
Erdbeer-Colada, Kirsch-Mango-Chili, Blaubeer-Schokolade, Rum-Pflaume, 
all das habe ich da. 
Keine dieser Marmeladen hat er geöffnet. 
Ein Teil schmeckt nicht, ein anderer ist gleich aus dem Rennen
(Kirsch-Mango-Chili).
Er drehte sich zu mir um: 
"Hast du nicht EINE ganz einfache Marmelade?"
Aber ja!
Hatte ich, irgendwann einmal, jetzt, wo wir sie brauchen nicht mehr... :(

So kam es, das wir pflückten und einkochten was das Zeug hält. 
Jede Menge Spaß inbegriffen. 
Wir verbrachten ein ganzes Wochenende damit. 
Erdbeermarmelade
Himbeermarmelade
Brombeermarmelade
Blaubeermarmelade
Kirschmarmelade
Wir haben aufgerüstet :)



Was wir für uns entdeckt haben, sind alte Obstsorten. Vor allem Herrn HildeWeit nehmen diese immer mehr ein. Haben wir doch festgestellt, dass er diese zumindest teilweise essen kann, ohne dass die Fructose-Allergie über ihn herein bricht. Wir haben ewig nach den passenden Birnen gesucht und sie nicht gefunden. Bis der Nachbar kam, um mir einen Eimer über den Gartenzaun zu reichen. Was drin war???
Birnen, von Bäumen die seine Großeltern gepflanzt haben. Letzten Monat Kirschen, zwischendrin Weintrauben... bald gibt es (zusätzlich zu meiner) noch mehr Paprika. 


Herr HildeWeit und ich haben begonnen zu sammeln...
Namen alter Obstsorten...

Früher als Kind habe ich mich nicht darum gekümmert, was da auf den Bäumen meiner Großeltern wuchs.
Jetzt will ich genau wissen, welche Leckerei diese und jene Pflaume, Birne, etc. war...
Es gilt viiieeeeele Namen zu sammeln. 

Für Aufregung meinerseits sorgte die Birne Mollebusch. 
Herr HildeWeit hörte im Radio von ihr. 
Sie blieb ihm im Kopf.
Eigenschaften: 
Vom bloßen Anblich nimmt diese Birnensorte niemanden für sich ein, 
kleine unansehliche Birnen, die man seinen Gästen besser nicht im Obstkorb präsentiert.
Jetzt kommt es, das große ABER
Im Glas, eingemacht, entfaltet sie ein gewaltiges Aroma und einen Unnachahmlichen Geschmack. 

 Ich persönlich bin überzeugt davon, dass das genau die Birne war, von der ich jedesmal wieder runtergejagt worden bin wenn ich zum pflücken hinaufgeklettert bin. "Runter da, du kannst Oma Lenas Einmachbirnen nicht essen, das gibt Ärger im Winter!" Ich hab immer wieder einen Weg auf diesen Baum gefunden und doppelt so schnell wieder abwärts, wenn Uroma Lena kam, meist noch mit einer Birne im Mund  :p

Es gibt immer einen Ausweg :)

Ihr Lieben, macht es gut ;)
Nanne



Dienstag, 29. April 2014

Saatgut aus Eigenproduktion?

Bei Tomaten ist das keine Seltenheit mehr, da ist es ganz natürlich selbst Saatgut zu nehmen, wie sieht es mit dem anderen Gemüse aus?

Ich habe hier für mich persönlich ganz besondere Sorten, die ich im ersten Jahr nicht beernte, um genügend Saatgut zu haben. Das sorgt immer wieder für angeregte Gespräche mit den anderen Gemeinschaftsgärtnern.

Das hier z.B. ist ein Teil der Ausbeute der Zuckererbsen vom letzten Jahr. Zuckererbse Hendriks, auch bekannt unter dem Namen Früher Heinrich
Sie ist ein wahrer Riese unter den Zuckererbsen, rankend, kann bis zu 2m groß werden und bildet laufend neue Schoten aus. Im letzten Jahr standen 6 Pflanzen im Garten, die 117 Erbsenkörner produziert haben (ja, ich hab sie gezählt, da ich eh umsortieren musste aus einem Topf voller Saatgut und bevor ich mich bei sowas langweile, zähle ich mit *gg*)
Dieses Jahr geht sie in Pflanzung um zu ernten. Jetzt ist es für mich auch in Ordnung, da ich genügend Saatgut habe.

Der neue Gesprächs-Animateur im Garten werden wohl die Blauwschokker sein. Eine alte Erbsensorte, die ebenfalls 2m hoch wird und blaue Schoten hat. Hiervon habe ich nur zehn Korn. Also, dieses Jahr erstmal aufleiten um Saatgut zu gewinnen :)

Auch mit den Bohnen wird das so gehen (obwohl ich noch keine Ahnung habe, wo ihr neuer Platz sein wird). Unter anderem Spagettibohnen, mexikanische Stangenbohnen etc...

Einiges hat sich im Garten auch eingeschlichen und mein letztjähriges Gemüsebeet (in dem der Tisch für Schnecken aber nicht für uns reich gedeckt war) mich auf einem Gartenrundgang am Wochenende doch sehr überrascht. Es hat seine Bestimmung gefunden oder sie sich selbst gegeben...
Ich habe auf jeden Fall beschlossen, dass es auch in diesem Jahr so weitergehen soll dort.

Seht mal, wisst ihr was das ist?

Ich hab auch erst eine gute Weile rumraten müssen bis mir einfiel, dass ich an dieser Stelle Rucola gepflanzt hatte. Die Schnecken haben doch etwas davon übergelassen und die Pflanze hat sich in ihr Blütenkleid geworfen. Ich hatte nie gedacht, das Rucola so schön blüht.
Die Samen für das nächste Jahr sind auf jeden Fall gesichert. Um Endgültig auf der sicheren Seite zu sein, habe ich noch eine Geschmacksprobe der Blätter gemacht, er ist es! :)
Im Hintergrund seht ihr schon die nächste Pflanze...

Der weiße Kohl. Sechs Pflanzen hatte ich im Beet, vier wurden gefressen, zwei bildeten keine Köpfe, also wurden sie mir irgendwann "egal". Es lohnt sich den Garten auch mal Garten sein und ihn machen zu lassen...





Seht ihr es rechts am Bildrand blitzen? In Gelb? Die Auflösung meines Bildes aus diesem Post hier :)
Das ist die Kohlrabiblüte, und die zeig ich euch jetzt erstmal von oben, weil ich finde, dass sie so am schönsten wirkt...



Nicht zu glauben, welch Schönheiten in den einzelnen Pflanzen stecken. Ich auf jeden Fall staune, was solche "Alltagspflanzen" verborgen halten.

Mit dem Blühen der letzten verbliebenen Pflanzen hat das Beet seine Bestimmung gefunden. Ich werde dieses Jahr bewusst bei manchen Pflanzen etwas mehr anziehen, um sie ins Beet setzen und im Anschluss Samen entnehmen zu können. Orchideensalat, Stielmus, Spargelerbse und ganz viel Saatgut weiterer alter Gemüsesorten sind ebenfalls Pflanzen, die ich gern blühen lassen möchte. Manchmal ist es mir nämlich auch einfach zu teuer von bestimmten Pflanzen neue Saat zu bestellen...
 Der nötige Platz für den Erwerb der Samen ist vorhanden :)

Wie handhabt ihr das mit eurem Saatgut?


Habt ihr Lieblingssorten? Wir tendieren immer mehr zurück zu den alten Gemüsesorten, wie die bereits oben genannte Spargelerbse, Pferdebohnen, Barbarakraut, Gartenmelde...




Macht es gut ihr Lieben ;)




Sonntag, 27. April 2014

Perspektive wechseln #33

Bei Lotta ist heute wieder Perspektive wechseln angesagt.

Ich hab euch einen Schnappschuss meines gestrigen Gartentages mitgebracht.
Um was es sich handelt, erfahrt ihr in einem der nächsten Posts ;)


Dienstag, 15. April 2014

Ich will eine Kräuterspirale...

... und habe keinen Platz dafür :(

Ja, das soll es auch geben, ein 1600qm großer Garten ohne Platz für eine Kräuterspirale.
Den gibt es, mit optimaler Süd-West Ausrichtung und Bodenbeschaffenheit... nämlich hier :)

Erst letzte Woche habe ich wieder einen sehnsüchtigen Blick in einen Garten mit Kräuterspirale geworfen. Ach wie gern hätt ich doch eine hier...

... die Bedingungen sind nicht ganz einfach, vor allem, wenn man, wie ich, in einem Mietgarten lebt, ein Gewächshaus 3x4m dort reinstellen möchte und deswegen schon wochenlang mit dem Vermieter und allen Parteien diskutiert. 
Zumal das Gewächs bisher ungeahnte Arbeiten mit sich trägt. Der vorgesehene Platz ist zu eng, die Kletterstange der Kinder muss versetzt werden. Wer verhandelt darum? Natürlich... ich :)

Aber zurück zur Kräuterspirale. 
Würde ich ihm jetzt noch mit Bauplänen für eine große kommen, nachdem ich gefühlt den halben Garten versetze, dann... ja dann... darf ich rennen ;)

Ihr kennt mich, ich hab sie mir nunmal in den Kopf gesetzt... und umgesetzt ;)
Wenn auch in kleinerer Form.


 Die hier kann wirklich jeder :)

Materialkosten: 

4,35€ für die Rollpalisade


An Material braucht ihr:

1 Pflanzschale 
1 Rollpalisade Höhe 20cm
Blumenerde
Kräuter



Zur Umsetzung:

Am besten holt ihr euch ein paar helfende Hände, die die Palisade halten.
Ich hab es allein umgesetzt, was mich Nerven gekostet hat, aber das Ergebniss macht es wieder wett :)
Die Schale wird zur Hälfte mit Erde befüllt. 
Nun greifen die helfenden Hände: Die Rollpalisade wird mit einem Ende an den Rand der Schale gesetzt, möglichst jetzt schon in Form "gerollt" und festgehalten. Die Schneckenform wird mit Erde aufgeschüttet. Ich hab es von der Mitte nach außen gemacht, weil das der höchste Punkt und ich allein war. 
Während des Aufschüttens habe ich die Kräuter nach belieben aufgesetzt, fertig ;)
 Salbei, Rosmarin und dreierlei Sorten Thymian sind drin, es kommt mit Sicherheit noch mehr.
Den Oregano hab ich ausgelassen, der darf bei uns hier ringsum am Zaun wuchern. 

Meine Materialkosten hielten sich so dermaßen in Grenzen, weil ich die Schale noch über hatte. 
Woher? Es ist eine "Grabschale", noch von der Beerdigung meiner Oma. 
Nur wollte ich kein Grabflair haben, darum stand sie bisher im Schuppen. 
So kann sie sich sehen lassen, oder?
Was meint ihr?




Ich liebe Upcycling, dieser Schale folgen auf jeden Fall noch mehr mit weiteren Kräutern :)


Macht es gut ihr Lieben ;)



Sonntag, 13. April 2014

Die Obstblüte...

...wird immer mit Spannung erwartet.
Bereits jetzt ist die Hölle los, es summt und schwirrt im Garten, das es eine wahre Pracht ist.
All unsere Bäume und Büsche gehen in die Vollen... das heißt für all das fliegende und krabbelnde Getier eingeschlossen uns sich schon jetzt auf die Lauer zu legen um die Ernte zu erwarten.
Jedes Jahr gibt es ein Wettrennen, wer wieviel von welchem Baum/Strauch bekommt.

Einer von drei Apfelbäumen...

 ... heiß begehrt von Bienen, Wespen, Asseln, Ameisen, Amseln, Igel und natürlich uns. Während sich Bienen und Wespen noch am Baum von den Äpfeln bedienen, sind es am Boden die Asseln, Ameisen und der Igel. Irgendwo, zwischendrin, kommen wir zweibeinigen Gartenbewohner um am Baum zu rütteln und uns einen Teil der Ernte zu holen. Hier klappt das Teilen ganz gut.


Die zwei Kirschbäume hinterm Haus... ja... hier kann es schon mal zu einer Schlacht kommen. Die Zweibeiner schnell hinauf auf die Leiter, sich streckend und reckend um zumindest ein bisschen was von der Ernte zu bekommen. Oben im Baum prügeln sich Vögel um die Kirschen.
Ein Glück sind die Bäume hoch genug, so das zumindest zwischen Mensch und Tier wenig Konkurrenz entsteht.






Die Kirsche vor dem Haus, welche ein Baum ist und zweierlei Sorten Kirschen trägt. Die weißen Blüten gehören zu den roten Kirschen. Die rosa blüten werden zu gelb-rose farbenen Kirschen, und der Baum selbst, der gehört den Spatzen ;)







An dieser Stelle im Garten herrscht die größte Konkurrenz. Hier tobt die Schlacht, heiß umkämpft ist sie, die Felsenbirne. Zu groß, um ein Netz darüber zu spannen, ernten wir meist nur noch ein Lachen der Vögel, nachdem sie die Beeren gefressen haben. Schmecken tun die Früchte nur zum richtigen Erntezeitpunkt. Den kennen die Vögel noch besser als wir :)





Wie sich die Geschichte mit dem Holunder entwickeln wird, das wird mit Spannung erwartet. Wächst er doch erst seit Herbst letzten Jahres bei uns im Garten...

 

Von der Kornelkirsche habe ich leider gar kein Bild gemacht, fällt mir gerade auf, weder mit Blüte noch mit Fruchtstand, das wird nachgeholt :)


Die Büsche stehen den Bäumen in nichts nach. In gar nichts... auch sie sind heiß umkämpft. 
Dieses Jahr spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken zumindest diese mit einem Netz zu schützen...

Die Jostabeere




Die Johannisbeere (weiß in Vertretung für ihre zwei roten Schwestern)




Und hier, mein ganzer Stolz! Mir ist das Herz aufgegangen, sie hat es geschafft :)
Als wir eingezogen sind, habe ich zwei Aroniabüsche (auch Apfelbeere genannt) gepflanzt. Ich liebe diese Beere, egal ob direkt vom Busch oder zu Saft eingekocht (wobei ich ganz klar den Saft favorisiere). Beide Büsche sind nun am Blühen, mal sehen, was die Vögel übrig lassen werden...






Hier fehlen noch Brombeere und Erdbeere. Vor allem letztere sind Favorisiert von unseren Hörnchen. Wenn nötig, werden sie auch im grünen Zustand gegessen, hauptsache Hörnchen hat was von :)

Apropos Hörnchen, deren Saat haben wir heute zu einer Hecke gepflanzt: