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Dienstag, 15. April 2014

Ich will eine Kräuterspirale...

... und habe keinen Platz dafür :(

Ja, das soll es auch geben, ein 1600qm großer Garten ohne Platz für eine Kräuterspirale.
Den gibt es, mit optimaler Süd-West Ausrichtung und Bodenbeschaffenheit... nämlich hier :)

Erst letzte Woche habe ich wieder einen sehnsüchtigen Blick in einen Garten mit Kräuterspirale geworfen. Ach wie gern hätt ich doch eine hier...

... die Bedingungen sind nicht ganz einfach, vor allem, wenn man, wie ich, in einem Mietgarten lebt, ein Gewächshaus 3x4m dort reinstellen möchte und deswegen schon wochenlang mit dem Vermieter und allen Parteien diskutiert. 
Zumal das Gewächs bisher ungeahnte Arbeiten mit sich trägt. Der vorgesehene Platz ist zu eng, die Kletterstange der Kinder muss versetzt werden. Wer verhandelt darum? Natürlich... ich :)

Aber zurück zur Kräuterspirale. 
Würde ich ihm jetzt noch mit Bauplänen für eine große kommen, nachdem ich gefühlt den halben Garten versetze, dann... ja dann... darf ich rennen ;)

Ihr kennt mich, ich hab sie mir nunmal in den Kopf gesetzt... und umgesetzt ;)
Wenn auch in kleinerer Form.


 Die hier kann wirklich jeder :)

Materialkosten: 

4,35€ für die Rollpalisade


An Material braucht ihr:

1 Pflanzschale 
1 Rollpalisade Höhe 20cm
Blumenerde
Kräuter



Zur Umsetzung:

Am besten holt ihr euch ein paar helfende Hände, die die Palisade halten.
Ich hab es allein umgesetzt, was mich Nerven gekostet hat, aber das Ergebniss macht es wieder wett :)
Die Schale wird zur Hälfte mit Erde befüllt. 
Nun greifen die helfenden Hände: Die Rollpalisade wird mit einem Ende an den Rand der Schale gesetzt, möglichst jetzt schon in Form "gerollt" und festgehalten. Die Schneckenform wird mit Erde aufgeschüttet. Ich hab es von der Mitte nach außen gemacht, weil das der höchste Punkt und ich allein war. 
Während des Aufschüttens habe ich die Kräuter nach belieben aufgesetzt, fertig ;)
 Salbei, Rosmarin und dreierlei Sorten Thymian sind drin, es kommt mit Sicherheit noch mehr.
Den Oregano hab ich ausgelassen, der darf bei uns hier ringsum am Zaun wuchern. 

Meine Materialkosten hielten sich so dermaßen in Grenzen, weil ich die Schale noch über hatte. 
Woher? Es ist eine "Grabschale", noch von der Beerdigung meiner Oma. 
Nur wollte ich kein Grabflair haben, darum stand sie bisher im Schuppen. 
So kann sie sich sehen lassen, oder?
Was meint ihr?




Ich liebe Upcycling, dieser Schale folgen auf jeden Fall noch mehr mit weiteren Kräutern :)


Macht es gut ihr Lieben ;)



Montag, 7. April 2014

Ein Turm steht auf Balkonien... juheisasa...

... er ist in diesem Hause nur für die Hörnchen da :)

Lange hab ich gegrübelt. Der Entschluss, Erdbeeren auf den Balkon zu stellen, ist schon im letzten Herbst gereift. Die Hörnchen sind hier nämlich sehr flexibel in der Umgestaltung. Wenn es ihnen in den Sinn kommt, werden auch mal Zwiebelpflanzen ausgegraben und andersherum wieder reingesteckt oder aber die Saat wird gleich gefressen...

Nachdem wir nun seit zwei Jahren eine "Wilde Wohnzimmer WG" hier haben, haben wir beobachtet, dass sie total scharf auf Erdbeeren sind. Jawoll ja, die wirken wie ein Magnet. Im letzten Jahr blieb uns keine einzige Nascherdbeere übrig.

Was braucht es dieses Jahr, damit die Balkonpflanzen Chancen haben? Erdbeeren.
Aber doch nicht in allen Kästen, es muss noch was anderes geben... also habe ich mich auf die Suche gemacht.
Nach dieser Anleitung ist er entstanden...



Ich bin sehr glücklich damit, 24 Erdbeerpflanzen auf engstem Raum.
Das Rohr ist ein KG Rohr aus dem Baumarkt, 50 cm lang und 12-14cm breit (es ist auch mit einem alten Eimer/Fass etc. möglich, was übrigbleibt). Ein Forstnerbohrer 3,5 cm war auch im Einsatz. Breiter dürfen die Löcher nicht sein, schließlich halten die Pflanzen nur mit dem Wurzelballen. Was es jetzt noch braucht, sind die Früchte... die kommen sicher bald ;)

Es muss nicht umbedingt ein Erdbeerturm sein, es können auch Petunien, Hängetomaten, etc sein.  

Macht es gut ihr Lieben ;)

Dienstag, 1. April 2014

Kleiner Raum, viel Ertrag...Zauberwort?

Square Food Gardening :)


Wie zaubert Mann/Frau/Ich auf kleinster Fläche maximalen Ertrag?
Irgendwo in den tiefen meines Hirns war etwas verborgen, und ich wusste das es klappt!
Ich hatte schon Bilder gesehen, für zwei Personen muss sowas doch hinhauen.

Da bei mir bekanntermaßen das Pferd immer von hinten aufgezäunt wird, sind Herr HildeWeit und ich heute an meinem freien Tag ins Gartencenter unseres Vertrauens gefahren.
Jeder hat sich das Gemüse ausgesucht, was er gerne hätte (für mich gab es Rote Beete und Kohlrabi, für ihn Lauch und Kopfsalat). Nennt dazu sein Wunschgemüse (Mangold, Zwiebeln, Radieschen, Broccoli, Blumenkohl, Spinat, Kartoffeln) und das gilt es nun alles unterzubringen.


Fünf 90l Kuften stehen im Containergarten beieinander, eine weitere aktuell noch frei im Garten herum.

Was ich heute gelernt habe? Auf 30cm Fläche lässt sich, wenn Mann&Frau möchten  viel unterbringen. 16 Radieschen, 16 Karotten, 16 Zwiebeln, 9 Rote Beete, 9 Spinat, 4 Mangold, 4 Kopfsalat = 3,5 Kuften verplant. Übrig bleibt Broccoli und Blumenkohl... die Lösung steht auch schon parat. Kennt ihr Staudenbroccoli und Staudenblumenkohl? Dieses Jahr erstmalig hier im Versuchsanbau, soll er Portionsgerechten Ertrag für zwei Personen bringen. Somit ist die nächste Kufte verplant. Pro 30cm eine Pflanze. Sind wir bei 4,5. In die letzte Hälfte kommt die nächste Wunschpflanze bzw. das was abgeerntet wurde.
Der Plan ist, das der Mangold sehr lange stehen bleibt, abgeerntet werden nur die unteren Blätter, das Herz lassen wir bleiben.
Kartoffeln... es bleiben noch die Kartoffeln. Ein Herzenswunsch von Herrn HildeWeit.
Ich grübele noch zwischen Sackbeet oder aber ein stapelbares Beet Marke Eigenbau aus Holz. Dann muss er aber ran, was nicht so wild ist, ich bin sogar überzeugt, das sobald das Material hier ist, er schneller ist als ich gucken kann. Die Sorte ist auch schon geplant, er fährt sogar extra dort hin um sie zu holen (ok, wir wohnen in der Nähe, aber das ist egal, oder?). Ich sehe uns schon am nächsten Wochenende in... Bamberg. Ganz genau, das Bamberger Hörnchen soll es werden :)

Das rein und raustragen der Pflanzen um Licht und Sonne zu schnuppern erträgt die Löffelbande geduldig. Klar, bei zwei solchen Futterspendern die grasgrün hinter den Ohren sind erträgt man das geduldig. Fällt doch jedesmal ob aus dem Garten oder von Spaziergängen genügend für die Bande ab :)


Aber irgendwann, ja irgendwann wird es selbst der hartnäckigsten und neugierigsten Seele zu viel. Nämlich dann, wenn die Futterspenderin mit den ganzen jungen Leckereien und dem Fotoapparat durchs Gehege läuft um nix (!!!) zu teilen. Was macht sie statt dessen? Olle Fotos!






Da helfen ihr auch all die heute auf dem Spaziergang gepflückten Wildkräuter (Taubnessel, Löwenzahn, Breitwegerich, Spitzwegerich, Vogelmiere und weitere Gräser), der geliebte Eissalat und alle weiteren Beigaben nix! Pah! Nix wie weg!!!

Macht es gut ihr Lieben ;)


Montag, 31. März 2014

Containergarten? Ja, hier!


Hinter mir liegt ein ganzer Sonntag Gartenarbeit, denn aus dem spontanen "Ach ich topfe noch schnell die acht Paprikapflanzen um" ist viel mehr geworden.
Da wurden sechs Thujen verpflanzt, ein ganzes Schaukelgerüst abgerissen, Mörtelkübel (hier bei uns in Franken "Kuften" genannt) versetzt, Maiglöckchen-Rhizome und noch einige weitere Zwiebeln im Garten vergraben.

Aus dem Kuften versetzen ist ein neues Projekt geboren... ein überdachter Containergarten.
Warum? Weil die Schnecken mir im letzten Jahr ordentlich zu schaffen gemacht haben. Soviel Schneckenkorn gibt es gar nicht, wie ich hätte streuen müssen, damit sie Ruhe geben.
Drei Igel wohnen hier im Garten, selbst sie sind der Plage nicht hinterhergekommen...
Nachdem der provisorische Holzunterstand (überdacht an der Hauswand in Südwestlage) mit Betonfläche drunter nicht mehr gebraucht wird und es somit immer mehr Platz gibt, haben wir nun überlegt, die Fläche so zu nutzen.
Ich möchte in diesem Jahr etwas ernten. Etwas, was sich Salat nennt, Mangold, Kohlrabi, Rote Beete... alles, was mir im letzten Jahr weggefressen worden ist.
Die Herausforderung wird, das ganze ansprechend zu gestalten. Einmal damit begonnen, habe ich noch vieles mehr gefunden, was sich "Containertechnisch" umsetzen lässt.

Was jetzt, übergangsweise hineinkommt, habe ich (zumindest für zwei Container) im Kopf. Und dann? Mein Kopf rennt mir wieder vorraus... was lässt sich hier alles verwirklichen, was kann ich wie erweitern... oh oh...

Spontan rannten mir heut auch Gedanken um Hängeampeln durch den Kopf, aber bei dem Gerüst?
Was hält es aus? Die Hauswand im Hintergrund (auf dem Bild rechts zu sehen) hat einen gewaltigen Vorteil, ich kann raufklettern lassen was immer ich möchte, das ist die Garage und der Schuppen, es stört sich also niemand dran.

Der Reiz des Projektes liegt darin, das ich einen zwei Personen Haushalt mit Gemüse versorgen möchte. Ob und wie das geht?
Das es nicht ausschließlich geht ist mir klar, aber soweit wie möglich sollte es doch gehen, oder? Was meint ihr?

Über kurz oder lang ergiebt sich auf der anderen Seite nochmal genauso viel Platz, wenn die letzten Fahrräder da weg sind. Da sind dann also nochmals fünf Kuften zur freien Verfügung. 

Tomaten, Paprika und Kürbis ziehen natürlich wieder ganz normal in den Garten hinaus (ich wüsste gar nicht, wohin mit den Tomatenpflanzen wenn ich sie nur in den Containern ziehen würde), allerdings ansprechend bepflanzt.

Die Nachbarin konnte ich dank Bildern des Nürnberger Stadtgartens hierfür begeistern.
Ich sehe schon, ich muss da bald mal hin... :)

Machts gut ihr Lieben ;)