Donnerstag, 6. August 2015

Ferienzeit = Urlaubszeit... Ich packe meinen Koffer...

... und nehme mit... 
*puuuuh* 

Hier in Bayern haben die Sommerferien Anfang dieser Woche gestartet.
Da ich in einer öffentlichen Einrichtung arbeite, bin ich an Ferienzeiten gebunden. 
Für mich startet der Sommerurlaub am Montag.
Drei Wochen!
Zeit wirds!
 
Diesmal haben wir uns für unseren Urlaub aus finanzieller Sicht ganz schön was vorgenommen.
 Es wird ein extremst sparsamer Urlaub. 

Nicht weil wir wollen, sondern weil wir müssen.
Wie war das nochmal, mit dem 1. kommt es anders und 2. als man denkt?

Egal, wir sehen es als Herausforderung.
Neun Monate den Gürtel straff anziehen. 
Neun Monate absolute Kreativität.
 Neun Monate neue Chancen.

Was also kommt in unseren Urlaubskoffer?

Kornäpfel und weitere Apfelsorten 

Selbstgemachter Apfelsaft





Alles was der Garten hergibt :)

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Der Internetstick, um hierher zu gehen und weiteres zu suchen.
Kennt ihr die Mundraub-Seite? 
Ich finde sie wundervoll!
Sie hat mir Erst die Augen geöffnet, was so alles am Straßenrand wächst, auf öffentlichem Grund, an dem ich bisher immer blind vorbeigelaufen bin. 
Ich schweife ab...

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Zurück zum Thema:

Wir haben eine Ferienwohnung mit Selbstversorgung. 

Mindestens zehn Bauerngurken, die ich absichtlich im Gwäxhaus hängen lasse um sie am Montag, 
dem Tag unserer Abfahrt frisch zu pflücken. 


Eine Tomatenpflanze im Topf (Gartenperle rot)
Die Zucchini, die bis dahin noch draußen an der Pflanze verweilt und größer werden darf.


Der Basilikum im Topf vom Balkon.

Die Kartoffeln, die wir hier noch über haben.
Die Zwiebeln.
 


Zugekauft wird an Obst und Gemüse so wenig wie möglich. 
Vielleicht Salat.
Ein paar Kräuter.
Auf dem Wochenmarkt.
Eier
Käse
Wurst
In Hofläden. 

Des weiteren haben wir zu unserem eigenen Nutzen eine Kräuterwanderung gebucht. 
Ich bin gespannt, wie diese wird.

Ein zwei Ausflüge wird es geben.
Diese werden etwas ganz besonderes werden. :)

Wisst ihr wo wir sein werden?

Diesmal durfte ich mir die Ferienwohnung aussuchen.
(Herr HildeWeit und ich wechseln uns damit ab *gg*)
Rittersgrün - Breitenbrunn
Im Erzgebirge.

Neben der Ferienwohnung Wiese, Wald, Feld und... ein Schafsstall!!! 
Oh ich freue mich schon!
Morgens aufwachen durch das Blöcken der Schafe *schwärm*

Das ist unsere erste Woche, für diese müssen die Vorräte reichen. 

Die zweite Woche ist eine Erlebniswoche bei meinen Großeltern. 
"Oma und Opa wissen am Besten wie man sich selbst versorgt, von ihnen werden wir diesmal lernen"
O-Ton Herr HildeWeit.
Das werden wir auch. 
Wir haben es angekündigt.
Gurken einkochen
Ein Ernte und Produktionsurlaub.
Zum Garten meiner Großeltern kommt noch mein Bauplatz mit Obstbäumen hinzu.
Endlich mal wieder um diese Zeit dort sein.
Durch Feld, Wald und Flur streifen um zu ernten, wie ich es als Kind getan habe. 


Zum Dank backe ich ihnen Brot

Das ist das Einzige was Oma nicht macht
Noch nie habe ich sie Brot backen sehen

Kartoffelbrot
Das kann ich mittlerweile richtig gut *lach*
Hier gibt es kaum noch gekauftes *gg*
Trotzdem sind wir auf der Suche nach DEM Brotrezept

Pilze
Das Erzgebirge ist bekannt für Pilze
Oma und Opa gehen nicht mehr selber sammeln
Das Pilzbestimmungsbuch liegt schon bereit
Am Tag der Abfahrt wollen wir nochmal in den Wald
Es soll ein Geben und Nehmen werden

Die Tomatenpflanze.. ja, die kommt mit nach Oberschlesien... und bleibt dort. 
Für wie verrückt habt ihr mich erklärt als ihr gelesen habt dass ich eine Tomatenpflanze mit in den Urlaub nehme?
Auch Großeltern müssen neues Kennenlernen. 
Von hängenden Tomaten können sie sich selbst überzeugen und ernten.
Die bleibt ihnen erhalten *gg*


Wisst ihr wie interessant es werden kann einen Urlaub ganz anders zu durchdenken und von hinten aufzurollen?
Es macht richtig Spaß, das hatte ich nicht erwartet.

Macht es gut ihr Lieben,
Nanne

Mittwoch, 5. August 2015

Die Entstehungsgeschichte der Essigmutter...

Ihr Lieben, erst einmal vielen lieben Dank für euere Kommentare und das herzliche "wieder in die Arme schließen". 
Schön dass es euch gibt, noch beruhigender, das ich weiß ich bin nicht alleine mit solch einem Haufen Gedanken im Kopf. 
Danke, Danke Danke :)

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Nun aber zum eigentlichen Thema...

... ich bin bei Mann, Familie und Freunden berüchtigt für spontane Ideen sowie damit verbundenen "Talenten".
Sobald sie da sind müssen sie entweder sofort umgesetzt werden ansonsten droht ihnen das Verschwinden in der Tiefe meiner Gedankenwelt. 
Ab und an passiert beides.
Ich mache und vergesse.

So auch in diesem Fall.
Das Ding hat seinen Zweck absolut verfehlt, 
zu  meinem Vorteil.
Jetzt weiß ich, dass ich aus Gesichtswasser Essigmutter werden lassen kann :D
(Aus Wasser mach Wein wird das nächste Projekt)

So sah mein Apfelessig-Gesichtswasser aus, 
nachdem ich mich wieder daran erinnert hatte...



Igitt, Igitt!
Vom Urprungsinhalt, 100 ml grüner Tee und 100 ml Apfelessig war nichts mehr zu merken.
Bis auf den Essiggeruch. 
Die Flüssigkeit.
Die Farbe.

Im Glas sammelten sich anfangs Fetzen, die mir egal waren. 
Ich war der Überzeugung, ich würde es aufbrauchen bis es total "gefetzt" hat. 
Nur, wie oben schon gesagt, ich hatte es vergessen.

Neugierig geworden, was das für ein komischer Film ist, den ich darauf habe, begann ich zu googeln und wunderte mich. 
Das, was mit meinem Gesichtswasser vor sich gegangen ist, 
passiert mit Apfelsaft und naturtrübem Apfelssig ganz oft. 
Man zieht sich eine Essigmutter - in diesem Fall ich.

Zur Sicherheit fragte ich in einem Forum mit Bild nach.

 
Vollkommen verrückt.
Ich hatte mal davon gelesen, mich aber nicht rangewagt, weil ich den Prozess so hochkompliziert beschrieben fand.

Die Essigmutter kam zu mir wie der Berg zum Propheten :) 





Ich ließ sie nicht mehr gehen.
Sie hat sogar noch eine Schwester bekommen.

Diese allerdings etwas abgewandelt:
In einem Glas habe ich 100 ml reinen Apfelsaft im Verhältnis 1:1 mit naturtrübem Apfelessig (der billige aus dem Discounter tut es auch) vermischt.  Dem ganzen habe ich einen Feinstrumpf geopfert. So dass es am Fenster in der Speisekammer vor sich hinwachsen konnte. 
Abstellen, nicht mehr bewegen, sozusagen von neuem "vergessen". 
Für vier Wochen. 


Mittlerweile sind sie beide im Einsatz. 
Alle beide wurden mit der (wichtig!!!) Flüssigkeit in ihren neuen Einsatzort gekippt.
Trenne nie die Essigmutter von ihrem Nährboden!
Oberstes Gebot damit es klappt :)

Der Versuch mit dem Wein läuft...

Simpel gesagt: 
Ich bin auf den Essig gekommen, baue mithilfe dessen einige - vorher niemals schwindende - Bestände hier ab.
Es macht jede Menge Spaß.

Essiglust + Fallobst im Garten + Steinguttopf 
geben bei mir ein neues Experiment. 

Davon berichte ich ein andernmal. 

Bald erzähle ich euch, wo das Arbeitsgebiet der Essigmütter ist. 

Macht es gut ihr Lieben,

Nanne






 

Sonntag, 2. August 2015

...aus einfach mach wunderbar...

... oder, in Kurzform: einfachwunderbar. 


Ihr Lieben, wie ihr seht, das ist der neue Blogname.
Er passt besser zu mir, 
zu dem was ich geworden bin, was das Leben aus mir macht :)

 Was soll ich sagen, ich war Ewigkeiten nicht mehr hier, 
umso schöner ist es euch alle versammelt zu sehen.

Niemand von euch ist gegangen, alle Leser sind geblieben. 
Ich muss schon sagen, ich hab deswegen immer mal wieder ein/zwei Tränchen verdrückt, 
denn während meiner Bloglosen Zeit, während ich hin und her überlegt habe,
ob ich weitermache oder es bleiben lasse,
kam ich immer wieder hierher.

Mir stellten sich Fragen über Fragen...

... will ich so weiter machen?
... was genau ist es was mich am bloggen stresst?
... was ist mein Blog für mich? 
... wo sonst führe ich mein "Tagebuch"?
... was will ich damit erreichen?

Die Antworten kamen erst nach und nach...

... nein, ich will nicht so wie bisher weiter machen, es muss sich was ändern, der Blog, so wie er ist, ist nicht mehr "mein Blog". 
Wir haben uns in der Form auseinandergelebt.

... mein eigener Perfektionismus. 
Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, jeden Monat einen neuen Header zu kreiren, täglich einen Post hochzuschicken, zu kommentieren, an festen Tagen bei bestimmten Aktionen mitzumachen,
Bilder in Bestqualität zu machen. 
Gefallen mir die Bilder nicht, gibt es auch keinen Post. 
Basta.

... ich habe den Blog in einer Zeit als ich das Gefühl hatte ich kann nichts aus dem Boden gestampft. Immer wieder habe ich mir mit dem Blog vor Augen geführt, was bzw. wieviel ich alles kann.
Er ist meine Form des "mich selbst nicht vergessens"

... nirgends, denn so wie hier ist es mir sonst nirgends möglich zu dokumentieren/kommunizieren.
Facebook eignet sich nicht, es regt mich fürchterlich auf wenn der Post rauf und runter schießt und durch zig Kommentare die gut und gerne irgendwann abschweifen nicht mehr seinen Sinn erfüllt. Abgesehen davon, das nicht jeder mir aus der Seele lesen soll. 

... ein ankommen bei mir selbst. 
Ein Wohlfühlen.
Ein Daheim sein.

Was also ändert sich?

... Wie ihr seht, der Header ist weg. 
Das tue ich mir in der Form wie vorher geplant nicht an.
Ich will es ganz einfach.
Einfach für mich.

... auch Bilder in Massen wird es nicht geben. 
Die Posts gestalten sich mal so, mal so.
Kommentieren werde ich wie ich dazu komme.
An Aktionen sporadisch teilnehmen, wenn ich was passendes habe.
Je nach Zeit und Laune.

... Ihr werdet in nächster Zeit "wechselhaft" von mir hören.
Nicht immer wird es einen Post mit Bild geben, dafür vielleicht auch mal ein paar kurze Zeilen. 
Nicht immer Eitel-Sonneinschein-Posts. 
Immer mal wieder auch meine persönlichen Katastrophen, 
denn eine Chaotin bin und bleibe ich ;) 

... der Blog bleibt mein Tagebuch.
Er ist gold wert, hier an dieser Stelle mit dem was ihr und ich daraus machen.
Ihr gehört dazu :)

... ich will nicht nur erzählen...
... ich möchte auch weiter geben. 
Das nämlich war einer der Ursprungsgedanken.
Das ist etwas, was mit der Zeit verloren gegangen ist.
Das ist genau der Teil, der mir am meisten fehlt.
Der Teil, welcher verloren gegangen ist.
Ich hole ihn mir wieder.
Bestimmt!

Macht es gut ihr Lieben, 
Nanne ;)

Samstag, 1. August 2015

Ärmel hochkrempeln... Staub abklopfen...

... erstmal wird hier umgebaut, dann bin ich wieder zurück. 

Ich habe mir viele Gedanken gemacht, ob bloggen oder nicht mehr bloggen. 
Letztendlich kam ich zu dem Schluss das der Blog so wie er ist nicht mehr zu mir passt. 

Die Frage aller Fragen stellte sich mir Wochen- ach was Monatelang. 
Neuen Blog aufbauen oder nicht? Umziehen oder nicht?

Wie ihr seht... ich bleibe hier auf der Adresse. 
Allerdings bald unter neuem Namen und mit neuem Wind im Rücken ;)

Macht es gut ihr Lieben,
Nanne

P.S. Naddel, vielen Dank fürs Wachrütteln ;) 
Deine Mail hat mich dran erinnert dass es noch etwas gibt was fehlt, 
was mittlerweile zu einem Teil von mir geworden ist. 
Nämlich dieser Ort hier :)

Sonntag, 29. März 2015

Wer regiert den Balkon?

Nach einem ganzen Monat voll feierlicher Wochenenden - sei es Geburtstage oder Taufe - habe ich dieses Wochenende endlich mal Zeit über eure Blogs zu stöbern. Meine Feststellung: Bei vielen von euch ist der Frühling auf Terasse oder dem Balkon ausgebrochen. Gern würde auch ich euch Frühjahrsbilder vom Balkon zeigen. Das geht allerdings nicht.
Hier bei uns gibt es keine Frühjahrspflanzen, schon gar keine Zwiebelpflanzen... hier regiert Prinzessin Chaos alias Prinzessin Kobold. 

Sagte ich Prinzessin Kobold? Gelogen, wir sind wieder bei dreien, evtl. vieren angekommen. Sie hat ein ganzes Gefolge.
Es gibt Tage, da sind wir nicht schnell genug mit der Kamera um dem ganzen Unsinn hinterher zu kommen. 
An diesen Tagen sind wir genötigt den Unfug da draußen auch mal durch die Scheibe zu fotografieren. 

Da stehen wir nichtsahnend in der Speisekammer,
darüber grübelnd was heute auf den Tisch kommt.
Beim Blick durchs Fenster werden alle Überlegungen über Board geworfen.
Wir sind chancenlos, denn wir sind ihnen derart erlegen...


Wenn wir es dann schaffen, die Kamera, die immer im Flur bereitliegt zu holen, und dabei nicht selbst vor Lachen umfallen, gelingen Schnappschüsse wie diese:








Oh ja, das ist das Gwerch auf dem Balkon. 

Der Regentschaftssitz?
Der ist auch hier, momentan verlassen.
Allerdings rechnen wir jederzeit mit einer Invasion.
Hörnchen ziehen mit ihren Jungen bei Gefahr von Kobel zu Kobel.
Unseres hat seinen Sicherheitssitz hier. Selbst an Sylvester wurde sich hier verkrochen. 
Dieser Sitz sorgt für erschwerte Umbaumaßnahmen. 
Bittesehr, das ist er:




Ich habe extra für euch mitten hineinfotografiert in den Eingang.
Und ja... das weiße ist Watte. 
Füllwatte um genau zu sein.
Als Baumaterial wurde Gras und Moos verwendet.
Dicht gefolgt sind Teile von Herrn HildeWeits Vliesjacke, Teile unseres Wischmobs und die Füllwatte eines Kissens...
Natürlich möchte Prinzessin Kobold einen ihr angemessenen Wohnsitz. Darum der Lavendel...

Wir indessen ringen mit uns. 
Wie soll die Balkonbepflanzung dieses Jahr aussehen?
Der Kasten am Regentschaftssitz kann unmöglich versetzt werden.
Spätestens wenn es beginnt zu grünen, so wie jetzt ist es an der Zeit, den Balkon aus der Winterruhe zu holen. 




Den ursprünglich geplanten Kräuterbalkon haben wir nun verworfen. 
Eichhörnchen sind Wildtiere und sitzen bei uns regelmäßig in den Kästen...
... nein, das müssen wir dann nicht umbedingt essen.

Es braucht etwas unempfindliches, das die Strapazen aushält.
Toll aussehen muss/kann/soll es auch noch.

Im Moment sehen unsere Balkonkästen so aus:




Auf dem Boden bietet sich dasselbe Bild...
Nussschalen wohin man auch schaut. 




Bevor ich mich ärgere habe ich heute früh beschlossen Teamworker aus uns zu machen. 
Aus Nussschalen lassen sich nämlich auch viele wunderschöne Dinge herstellen. 
Warum also nicht nutzen, wenn sie schon geknackt sind?
Eine Hand wäscht die andere...
Irgendwas wollen wir schließlich auch davon haben.

Die Kooperation sieht folgendermaßen aus:

Herr HildeWeit legt die Nüsse raus.
Die Hörnchen knacken und fressen die Nüsse.
Frau HildeWeit verbastelt die Nussschalen.

Ist das ein Deal?
Ja, das ist ein Deal :)

Sooooo... und wie die Bepflanzung nach der Aufräumaktion aussehen wird weiß ich jetzt immer noch nicht. 

Macht es gut ihr Lieben,
Nanne

Sonntag, 8. März 2015

Schwarzes Gold? Aber sicher!!!

Zuallererst einmal ganz vielen lieben Dank für eure Kommentare zum letzten Post. Ich habe mich sehr darüber gefreut, auch mal über andere "Gartenzäune" zu blicken, also zu lesen, wie es bei euch so verläuft. Es ist doch immer wieder interessant, wie unterschiedlich sich das gestaltet :)

Ein herzliches Willkommen auch an die neuen Leser, schön dass ihr hierher gefunden habt :) 

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Dem Wetter sei Dank war es gestern soweit... schon unter der Woche reifte der Plan: Samstag wird der Garten auf die Saison vorbereitet. 

Die Anbauplanung steht bereits seit einiger Zeit. 
Was also vorbereiten? 

Nun ja, wir sind spät dran dieses Jahr, eigentlich wäre es im Herbst fällig gewesen, aber da hatten wir, egal wie wir uns gedreht und gewendet hatten, keine Zeit.

Wir sind hier in der Gegend gesegnet mit reichlich Sandboden, fabelhafte Vorraussetzungen für ein Gemüsebeet ;)
Was also tun? Es bleibt nix anderes, als diesen "Sandkasten" (ja, das ist er tatsächlich) ordentlich aufzuarbeiten. Im letzten Jahr, beim Erschließen des Beetes kamen erstmal ordentliche Portionen Gartenerde - gekauft im Baumarkt - mit drunter. Dieses Jahr ist auch der Kompost durchgereift. Der will und muss genutzt werden. Zumal es den Kompost dank Kaninchenmist und Gras bald gesprengt hätte :) 

Herr HildeWeit musste ganz schön ran... in Sachen Schubkarre schieben. Denn den Spaß, Kompost zu stechen lasse ich mir nicht nehmen. Ich wühle sogar mit blanken Händen darin :)

Ein drittel Kompostmaterial ist hier in das Beet gewandert.




Der Rest in meine Kuften (für Nicht-Franken: Mörtelwannen) die ich zum Bepflanzen nutze. Die Feststellung des Tages? Fünf Kuften können verdammt riesig sein und eine Menge an Kompost schlucken, selbst wenn man es im Verhältnis 1:2 mischt... 

Der Kompost ist fast bis zur Hälfte abgestochen, auch für ein Kürbisbeet und trotzdem sind noch nicht alle Kuften fertig. Zwei stehen noch im Gwäxhaus und eine Mitten im Garten. Auch die wollen befüllt werden. Allerdings... das machen wir ein andernmal, mein Rücken ist dem Pensum nämlich nicht so hinterhergekommen wie ich es gern gehabt hätte. 

Anfangs hörte sich das Wort "Kompost" für mich richtig "Bäääääh" an. Kannte ich ihn doch nur als Misthaufen in dem sich alles einfindet. Ich komme vom Land. Vom richtigen Land. Da wo alles aufeinander geworfen wird. Dort wurde/wird auch heute noch mit den Überresten des Plumpsklos gedüngt. Oder eben mit dem Misthaufenkompost. Alles nicht so appetitlich wie ich finde. 
Herzlich lachen musste ich, als Herr HildeWeit mir von seiner ehemaligen Nachbarin erzählte die ihren nächtlichen Eimer in der Früh auf das Salatbeet kippte und nachmittags anfragte, ob sie Salat haben möchten... kenne ich...

Richtigen Kompost musste ich erstmal zu schätzen lernen. Schätzen lernen als?

 "Umsatzstelle für Produktionsabfälle"
Tja, was haben wir auf dem Kompost... wie oben schon erwähnt, jede Menge Kaninchenmist und Rasenschnitt. Eigenproduktion sozusagen. Bei vier Löffelohren und dem Grundstück auch kein Wunder. Das ist der größte Teil des "Mists" der sich dort einfindet.

"Zweigstelle für Produktionsabfälle"
Kartoffelschalen, Zwiebelschalen, Lauch, Kaffeefilter, Teefilter, ab und zu, aber eher selten, auch Eierschalen.Viele Obst-/Gemüsereste haben wir nicht, das meiste verputzen die Löffelohren. (Was nebenbei bemerkt, auch in Sachen "Lebensmittel verwerten bis zum letzten Rest" ein gutes Gefühl gibt). Es kommt eben das unverwertet drauf was sie nicht fressen können, das andere hat die erste Kompostierung schon durchlaufen bis es soweit ist ;)

"Wohn- und Arbeitsstätte"
Wer wohnt bei uns im Kompost? Die üblichen Verdächtigen... Regenwürmer, Engerlinge, Spinnen, Kellerasseln, Käfer... ich schwöre, beim auseinandernehmen geht es dort wilder zu wie am Rummel...

"Nahrungsquelle"
All die Insekten geben für andere Gartenbewohner einen reich gedeckten Tisch ab. Bei uns wohnt so einiges... der bzw. mittlerweile die Gartenigel. Amsel, Spatzen, Stare... und nicht zu vergessen unsere Eichhörnchen. Ja, auch sie fressen Insekten. Wenn nicht das, dann vergraben sie dort bei Gelegenheit immer mal wieder Nüsse... Feinschmecker eben ;)

"Umsatzquelle"
Ich finde es genial, aus dem eigenen Müll etwas neues werden zu lassen. Nein, es ist nicht zuviel Arbeit, all das was auf den Kompost kann auszusortieren, wenn ich weiß, dass auch der Salat, der im nächsten Jahr auf meinem Tisch steht oder der Kohl, die Tomaten etc.pp. darauf gewachsen ist bzw. damit gedüngt ist. Dann, ja dann macht das Ganze sogar wieder Spaß. 

"Bildungsort"
Warum das jetzt? Tja, weil ich meine Bildungslücken damit schließen kann. Manchmal ist das Treiben dort wirklich besser wie Fernsehen. Wahnsinn, was auf/aus ein bisschen Abfällen alles geschehen/werden kann. 

Wir trennen hier tatsächlich nach sechs Systemen. Ohne dass es stört. Es hat sich mit der Zeit so ergeben.
Gelber Sack, Papier, Glas- und Dosenabfälle, Restmüll, Biomüll und Kompost.
Während ich das Schreibe fällt mir grad nebenbei auf, dass wir selbst bei den Resten unserer Löffelohren darauf achten, wohin das kann. Sind mehr Kohlreste dabei? Ok, dann Biomüll. Streu macht sich schließlich auch als Sammelstelle für Feuchtigkeit gut. Nur Streu und weitere Gemüseabfälle? Ok, Kompost wir kommen. Die Komposttonne (ja, es ist ein großer Kübel) steht dazu auf dem Balkon...

Mit dem Garten haben wir den Kompost richtig schätzen gelernt. Ohne möchte ich nicht mehr sein. Das war mir früher gar nicht so bewusst... unsere "Schatztruhe" Marke Eigenbau steht versteckt neben dem Gwäxhaus. Wenn wir so keinen hätten, ich würde mir eine "Schwarzgold-Beschaffungsmaßnahme", also Wurmkomposter (wie dieser HIER) für den Balkon bauen. Ich bin begeistert... die Erfahrung der letzten Jahre hat es uns gezeigt... es bringt ordentlich was ein unser schwarzes Gold. 

Wie ist das bei euch? Kompostiert ihr? Wie setzt ihr es um? 
Habt ihr schon aufbereitet? Oder seid ihr gar schon mitten drin im Aussäen?

Macht es gut ihr Lieben ;)

Nanne

Sonntag, 1. März 2015

Gartensaison 2015 - steht der Plan?

Bei uns hat sie gestern begonnen, die Gartensaison 2015. 

Den endgültigen Anstupser fürs Aussäen hat mein Vater gegeben, beim Besuch am Freitag wurde mir ein Viererpack Anzuchtsets in die Hand gedrückt. Tja, was blieb mir anderes übrig? Das war ein Wink mit dem Eiffelturm :D

Direkt nach dem morgendlichen Gang zum Markt erfolgte ein Umweg über das große Gartencenter in der Stadt. Anzuchterde holen :)

Daheim angekommen wurde nicht lange gewartet, sondern gleich der Startschuss gelegt. 
Schon vor einer Woche habe ich die Tomaten in die engere Auswahl genommen. Ich sags euch, geschwitzt habe ich dabei... wenn man um die 200 Sorten hier hat und sich auf 12 dezimieren will - Topftomaten nicht mitgerechnet - dann ist das schon arg. Ins Gartenforum durfte ich zu dieser Zeit nicht - von dort droht immer Gefahr... :D









Apropos aus dem Gartenforum droht Gefahr... zwei Auberginen wollte ich dieses Jahr haben. Nur zwei. Allerdings hatte ich Samen für keine einzige da. Noch schwieriger wurde es mit der Tatsache, dass ich versprochen hatte dieses Jahr keine weiteren Samen dazu zu kaufen. Das entpuppte sich als gewaltiges Problem. Die Lösung kam allerdings auch ganz schnell: Wofür sonst gibt es denn den Tausch über den Gartenzaun? In diesem Fall Samentausch übers Forum. Aus meinen geplanten zwei sind - ähem, seht selbst, die Becher sind mit je zwei Samen belegt:





Das ist die Wohnzimmer Fensterbank. 

"Viel" Auswahl auf wenig Raum. 
Tut ihr euch auch immer so schwer mit der Auswahl?
Welches Gemüse ist eure große Schwäche?

Ab diesem Jahr bewirtschafte ich den Garten nicht mehr allein, sondern erhalte Schützenhilfe von Herrn HildeWeit. 
Mit der Aussaat war er heuer schon vor mir dran, im Arbeitszimmer gedeiht seine zweite Runde.

Mein Mann hat Pläne... der Feierabendbalkon soll umfunktioniert werden zum Kräutergarten.
Meine Neugier darüber, wer ihn endgültig erobert, ist geweckt.
Die Chancen stehen 50/50.
Die Hörnchen oder Herr HildeWeit.
Zumal die Hörnchen jetzt schon dort wohnen. 
Die Kräuter hingegen ziehen erst noch aus, wenn sie größer sind versteht sich...
 





 
Die Küchenfensterbank ist ebenfalls belegt.
Sein Experiment. 
Kresse in Kaffeesatz. 
Mal sehen, Kresse mit Kaffeearoma wäre doch was, oder? ;)





Wie ist das bei euch?
Säen eure Männer auch aus?
Wie verteilt sich der Aufgabenbereich bei euch?
Hier ist es so, dass Tomate, Aubergine, Paprika und sämtliche andere Wärmeliebenden Pflanzen mein Hochheitsgebiet sind. 

Ab Gurken, Kürbis, Zucchini und anderem hört es allerdings auf. 
 
Herr HildeWeit war bisher immer der Mann fürs Grobe... anlegen neuer Beete, bauen eines Komposts...

Apropos Beete...
Die Beetplanung haben wir auch schon hinter uns.
Davon erzähle ich euch allerdings lieber ein anderes mal, sonst wird das hier zu lang.

 Wann startet ihr bzw. habt ihr gestartet?
Was wächst bei euch?

Macht es gut ihr Lieben ;)
Nanne